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Analytik & Qualität

Chargen & Rückverfolgbarkeit: Vom Vial zum Zertifikat

2 Min. Lesezeit

TB-500-Vial neben dem Weg von der Chargennummer über die Analyse bis zum Prüfschlüssel

Ein Analysenzertifikat ist nur so viel wert wie seine Zuordnung zum Material. Erst die Chargennummer verbindet das Vial in Ihrem Labor mit der Prüfung, die im Zertifikat beschrieben ist. Dieser Artikel erklärt, wie diese Kette aufgebaut ist und wie Sie sie in Ihrer Dokumentation fortführen.

Was ist eine Charge?

Eine Charge (englisch „batch“ oder „lot“) ist eine Menge Material, die in einem zusammenhängenden Herstellungsvorgang unter gleichen Bedingungen entstanden ist. Alle Vials einer Charge sollten deshalb die gleiche Qualität haben. Prüft ein Labor eine Stichprobe dieser Charge, gilt das Ergebnis stellvertretend für die gesamte Charge.

Die Kette der Rückverfolgbarkeit

  1. Herstellung: Synthese, Reinigung und Gefriertrocknung ergeben eine Charge mit einer Chargennummer.
  2. Probenahme: Ein Vial der Charge wird an ein unabhängiges Labor geschickt.
  3. Prüfung: Das Labor vergibt eine eigene Auftragsnummer, misst Reinheit, Identität und gegebenenfalls Gehalt und stellt ein Zertifikat aus.
  4. Veröffentlichung: Das Zertifikat wird der Chargennummer und der Produktvariante zugeordnet.
  5. Lieferung: Auf Ihrem Vial steht die Chargennummer, sodass Sie das passende Zertifikat finden.
  6. Laborjournal: Sie dokumentieren Charge, Eingang, Lagerung und Verwendung.

Was auf einem Zertifikat steht

Die Zertifikate im Peptidkauf-Sortiment stammen von Janoshik Analytical. Sie enthalten unter anderem:

FeldBedeutung
Task / AuftragsnummerEindeutige Nummer der Prüfung beim Labor
SampleBezeichnung der Probe, wie sie eingesandt wurde
BatchChargennummer des Herstellers
Ordered / Received / AnalyzedBestell-, Eingangs- und Analysedatum
ResultsMesswerte, etwa Gehalt in mg und Reinheit in %
Verification KeySchlüssel, mit dem sich das Zertifikat auf der Website des Labors prüfen lässt

Mit dem Verification Key können Sie die Echtheit eines Zertifikats direkt beim Labor nachprüfen. Damit ist ausgeschlossen, dass ein Dokument nachträglich verändert wurde.

So finden Sie das richtige Zertifikat

Jede Produktseite zeigt die Chargen pro Größe mit Analysedatum, Reinheit und Link zum Zertifikat. Das Analytik-Archiv listet alle Zertifikate des Sortiments und lässt sich nach Produkt durchsuchen. Gleichen Sie die Chargennummer auf Ihrem Vial mit der Tabelle ab.

Rückverfolgbarkeit im eigenen Labor

Gute Laborpraxis setzt die Kette fort. Bewährt haben sich folgende Einträge:

  • Produkt, Größe, Chargennummer und Zertifikatsnummer
  • Eingangsdatum und Zustand der Lieferung
  • Lagerort und Temperatur
  • Jede Rekonstitution mit Datum, Lösungsmittel, Volumen und Konzentration
  • Aliquots mit eindeutiger Beschriftung

Wenn ein Ergebnis später auffällt, lässt sich so prüfen, ob alle betroffenen Versuche dieselbe Charge oder dieselbe Stammlösung verwendet haben. Hinweise zur Lagerung finden Sie auf der Seite Lagerung & Handhabung.

Fazit

Die Chargennummer ist das Bindeglied zwischen Vial, Zertifikat und Experiment. Wer sie konsequent dokumentiert, kann Ergebnisse jederzeit einer geprüften Charge zuordnen und Abweichungen gezielt untersuchen.