Was ist NAD+?
NAD+ besteht aus zwei Nukleotiden, die über ihre Phosphatgruppen verbunden sind. Die molare Masse liegt bei 663,4 g/mol (CAS 53-84-9). In der Zelle wechselt es ständig zwischen zwei Formen: Das oxidierte NAD+ nimmt Elektronen auf und wird zu NADH, das die Elektronen zum Beispiel an die Atmungskette der Mitochondrien weitergibt.
NAD+ und NADH: der Unterschied
NAD+ und NADH sind dasselbe Molekül in zwei Zuständen. Das Verhältnis beider Formen zeigt den Energiezustand einer Zelle an. Neben dieser Rolle im Energiestoffwechsel wird NAD+ verbraucht: Sirtuine, die an der Regulation von Genen beteiligt sind, und PARP-Enzyme, die DNA-Schäden reparieren, spalten es bei ihrer Arbeit.
Forschungsstand: Was Studien zeigen
In Tiermodellen sinkt der NAD+-Gehalt vieler Gewebe mit dem Alter. Daraus entstand die Idee, den Spiegel über Vorstufen wie NMN oder Nicotinamid-Ribosid (NR) wieder anzuheben. In Studien am Menschen erhöhten diese Vorstufen die NAD+-Werte im Blut; ein klarer klinischer Nutzen ist bisher nicht belegt. Zu direkt verabreichtem NAD+ gibt es nur kleine Studien. Den Vergleich mit NMN erklärt der Beitrag NAD+ vs. NMN.
Sicherheit
In kleinen Infusionsstudien wurden vorübergehende Beschwerden wie Übelkeit und Druckgefühl in der Brust berichtet. Größere kontrollierte Studien fehlen.
Status und Qualität
NAD+ ist als Forschungsreagenz erhältlich; Peptidkauf verkauft es ausschließlich für Laborversuche, ohne Anwendungs- oder Dosierungshinweise. Jede Charge wird unabhängig geprüft. NAD+ gibt es außerdem als Kapseln.










