Was ist Melanotan 2?
Melanotan II wurde in den 1980er und 1990er Jahren an der University of Arizona als stabileres Analogon des körpereigenen Hormons α-MSH entwickelt. Es ist ein zyklisches Heptapeptid (Ac-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-NH2) mit einer molaren Masse von 1.024,2 g/mol (CAS 121062-08-6). Anders als das natürliche Hormon aktiviert es mehrere Melanocortin-Rezeptoren gleichzeitig: MC1R in den Pigmentzellen der Haut sowie MC3R und MC4R im Gehirn.
Forschungsstand
In der Forschung dient Melanotan II als Werkzeug, um Melanocortin-Signalwege zu untersuchen, etwa die Bildung des Hautpigments Melanin oder zentrale Effekte auf Appetit und Sexualfunktion. Aus dieser Forschung ging PT-141 (Bremelanotid) hervor, das sich nur am Kettenende unterscheidet. Kontrollierte Studien, die Melanotan II als Arzneimittel geprüft hätten, gibt es nicht.
Berichtete Risiken
Fallberichte und Behördenwarnungen beschreiben Übelkeit, Hautrötung, neue oder sich verändernde Muttermale und vereinzelt Fälle von schwarzem Hautkrebs in zeitlichem Zusammenhang mit Bräunungsinjektionen. Ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht in allen Fällen geklärt, die Warnungen der Behörden sind jedoch eindeutig.
Regulatorischer Status
Melanotan II ist nirgends als Arzneimittel zugelassen. Wir verkaufen es ausschließlich als Forschungsreagenz für Laborversuche, nicht zur Anwendung am Menschen, und geben keine Anwendungs- oder Dosierungshinweise.
Hintergrund im Magazin: Melanotan 2, Melanotan 1 und PT-141 erklärt








