Was ist Melanotan 1?
Melanotan I besteht aus 13 Aminosäuren. Der Austausch von Methionin gegen Norleucin und von L- gegen D-Phenylalanin macht das Molekül stabil gegen Oxidation und Proteasen und erhöht die Affinität zum Melanocortin-1-Rezeptor.
Mehr Daten im Lexikon-Eintrag zu Melanotan 1.
Forschungsstand
Melanotan 1 wurde in den 1980er Jahren an der University of Arizona entwickelt, um die körpereigene Pigmentbildung als Schutz vor UV-Strahlung zu untersuchen. Zwei Austausche gegenüber α-MSH machen es stabil und deutlich potenter.
Unter dem Namen Afamelanotid wurde es klinisch bei erythropoetischer Protoporphyrie geprüft, einer Erkrankung mit schmerzhafter Lichtempfindlichkeit; in der EU ist es dafür seit 2014 als Implantat zugelassen. In der Forschung dient es zur Untersuchung der MC1R-Signalgebung, der Eumelanin-Synthese und von UV-Schäden in Hautzellen. Anders als Melanotan 2 ist es weitgehend MC1R-selektiv.
Status und Qualität
Afamelanotid ist als Arzneimittel für eine seltene Erkrankung zugelassen. Das hier angebotene Material ist kein Arzneimittel. Peptidkauf verkauft Melanotan 1 ausschließlich als Forschungsreagenz für Labor- und In-vitro-Zwecke und gibt keine Dosierungs- oder Anwendungshinweise.
Jede Charge prüft ein unabhängiges Labor vor dem Verkauf auf Reinheit (HPLC), Identität und gemessene Menge; die Berichte mit Prüfschlüssel stehen im Analytik-Archiv. Geliefert wird lyophilisiertes Pulver im Glasvial; Hinweise zu Lagerung und Laborhandhabung finden Sie unter Lagerung & Handhabung.
Verwandte Produkte und Beiträge
Das weniger selektive Analogon: Melanotan 2. Die Ausgangssequenz: ACTH (1-39). Weitere Hautforschung im Forschungsfeld Haut und Kupferpeptide.
Hintergrund im Magazin: Melanotan 2, Melanotan 1 und PT-141 erklärt








